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Von der Win-Win-Situation profitieren alle Beteiligten

Martin Kayenburg zu Besuch in der Kieler Zivildienstschule

9. März 2009 – „Ohne Zivildienstleistende könnten viele Dinge in den Einrichtungen gar nicht geleistet werden. Die Win-Win-Situation für alle Beteiligen wird ganz deutlich.“ Martin Kayenburg war von den unterschiedlichen Projekten sichtlich beeindruckt, die ihm die Zivildienstleistenden des Modellprojektes ZivildienstPlus in der Kieler Zivildienstschule vorstellten. Während seines Besuches ließ sich der Landtagspräsident von Schulleiter Dr. Harry Kalinowsky, Bernd Ehlers, Geschäftsführer der Paritätischen Sozialdienste, und Zivildienstleistenden ausführlich über die Arbeit vor Ort sowie das nationale Modellprojekt ZivildienstPlus informieren.

Die Zivildienstleistenden präsentierten ganz anschaulich ihre Projekte, die sie in ihrer Einrichtung übernommen haben. Mit ihrem eigenverantwortlichen Engagement – von der Hausaufgabenhilfe, über den Bau von Vogelhäuschen bis hin zu der Gestaltung von Pausenaktivitäten mit Teebeutelkanonen und einem Bücherprojekt – bieten sie ihren Klienten außergewöhnliche Erlebnisse und nachhaltige Erfahrungen.

Von der Projektarbeit profitieren neben den Klienten auch Einrichtungen und Zivildienstleistende selbst. Und genau das ist den Initiatoren ganz wichtig. “ Durch attraktive Lernfelder wollen wir erreichen, dass alle Beteiligten aus der Dienstzeit der jungen Männer einen großen Nutzen ziehen“, sagte Bernd Ehlers. Seiner Ansicht nach wäre es sinnvoll, diese Erfahrung auch auf andere Gesellschaftsdienste wie Bundeswehr oder Technisches Hilfswerk zu übertragen. 

In der Kieler Zivildienstschule war ein Thema die Dauer der Dienstzeit von neun Monaten. Das dreiviertel Jahr hinterlässt bei vielen jungen Männern eine biographische und in den Einrichtungen eine fachliche Lücke. So lautete ein Wunsch, die Dienstzeit freiwillig auf zwölf Monate zu verlängern. Dass diese Anregung von den jungen Männern selbst kam, war für Kayenburg besonders wertvoll. „Es ist ganz deutlich geworden, dass die Zivildienstleistenden den Wert ihrer Arbeit für die Gesellschaft sehen. Und diesen möchten sie später mit dem eigenen Nutzen verbinden.“

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